
HYROX, ein schnell wachsender Fitness-Wettkampf, verbindet funktionelle Kraft, Herz-Kreislauf-Ausdauer und mentale Stärke. Durch die Kombination aus Laufen und funktionellen Übungen fordert es Körper und Kopf. Erfolg in diesem Sport braucht nicht nur hartes Training – sondern auch den richtigen Treibstoff. In diesem Artikel teilt die Sporternährungsexpertin Joana Romão Tipps, wie du deine HYROX-Leistung mit der richtigen Ernährung verbesserst – in drei Bereichen: Alltag, Training und Rennen, Supplements.
1. Alltag: ein starkes Fundament
Ein starkes Fundament beginnt mit der täglichen Ernährung. Joana betont, wie wichtig Konstanz bei der Energiezufuhr und eine ausgewogene Nährstoffbilanz sind.
- Fang beim Essen an: bevor du zu Supplements greifst, kümmere dich um eine geplante Ernährung.
- Gesundheit zuerst: ohne Gesundheit und Energie keine Leistung – setz auf abwechslungsreiche, hochwertige Kost.
- Keine restriktiven Diäten: starke Kaloriendefizite schaden Regeneration, Leistung und Gesundheit.
- Trinken: mindestens 1,5 Liter Wasser am Tag, verteilt über den Tag statt großer Mengen auf einmal.
- Kohlenhydrate sind unverzichtbar: streich sie nicht – sie sind entscheidend für Leistung und Regeneration.
- Kohlenhydrate für Energie: komplexe Kohlenhydrate wie Haferflocken, Süßkartoffeln oder Vollkornprodukte halten die Glykogenspeicher voll.
- Gesunde Fette: Avocado, Nüsse oder Olivenöl unterstützen langfristige Energie und hormonelles Gleichgewicht.
- Obst und Gemüse: liefern Antioxidantien und Mikronährstoffe.
- Mehr Kalorien an harten Tagen: bei langen oder intensiven Einheiten mehr essen, damit du schneller regenerierst.
- Ausgewogene Mahlzeiten: kombiniere Eiweiß, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Fette.
- Eiweißquellen: Eier, Fleisch, Fisch, Joghurt, Milch oder Käse unterstützen Regeneration und Muskelaufbau.
2. Training und Rennen: das richtige Timing
HYROX-Einheiten sind intensiv – das richtige Timing vor, während und nach dem Training kann über die Leistung entscheiden. Trainiere deine Ernährung genauso wie Körper und Kopf.
Vor dem Training
- 2–3 Stunden vorher: eine Mahlzeit mit komplexen Kohlenhydraten (Haferflocken, Brot, Reis, Nudeln).
- Schnelle Energie: 30 Minuten vorher Banane, Fruchtsaft, Datteln, Honig oder ein Gel.
Während des Trainings
- 30–60 g Kohlenhydrate pro Stunde (Sportgetränke, Gels, Obst).
- Genug trinken, bei Einheiten über 1 Stunde oder bei Hitze Elektrolyte ergänzen.
Nach dem Training
- Eiweiß und Kohlenhydrate kombinieren, um Energie aufzufüllen und die Muskelproteinsynthese zu unterstützen.
Training am Nachmittag
- Verzichte auf Kaffee, Energydrinks oder Koffein-Gels, damit dein Schlaf nicht leidet.
Vorbereitung auf das Rennen
- Teste keine neuen Lebensmittel oder Supplements am Renntag – alles vorher im Training ausprobieren.
- Lass Frühstück und Mahlzeiten vor dem Rennen nicht aus. 2–3 Stunden vor dem Start eine leicht verdauliche Mahlzeit: viel Kohlenhydrate, mäßig Eiweiß, wenig Fett.
3. Supplements: Unterstützung der Basis
Die Basis ist immer echtes Essen, Supplements können nur ergänzen. Joana empfiehlt:
- Belegte Supplements: Kreatin, Beta-Alanin, Nitrat, Natriumbicarbonat, Glycerin oder Koffein. Finger weg von Trendprodukten ohne wissenschaftliche Grundlage.
- Sicherheit: Produkte, die von unabhängigen Organisationen getestet sind (NSF, Informed Sport u. a.), damit sie frei von Verunreinigungen und verbotenen Substanzen sind.
Kreatin
- 3–5 g täglich für Energie, Kraft und Regeneration.
- Nicht auf nüchternen Magen – mit einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit.
- Vegetarier und Veganer spüren oft den größten Effekt (von Natur aus niedrigere Kreatinspiegel).
Protein
- Praktische Quelle nach dem Training oder wenn deine tägliche Eiweißzufuhr zu niedrig ist.
Koffein
- Wirksame Dosis: ca. 1,5 mg/kg (100 mg) 30 Minuten vor dem Morgentraining.
- Höhere Dosen = Risiko für Magenprobleme, Unruhe und schlechten Schlaf.
- Kein Koffein nach 14 Uhr.
Beta-Alanin
- Muss regelmäßig und langfristig genommen werden (mindestens 4 Wochen, mehrere Dosen am Tag).
- Kribbeln ist normal – verteile die Dosis auf die Hauptmahlzeiten.
- Wirkt am besten in Kombination mit Natron.
Nitrat (z. B. Rote-Bete-Saft)
- 350–600 mg Nitrat 2–3 Stunden vor der Belastung.
- Mundspülung und Kaugummi vermeiden (können die Wirkung senken).
- Vorübergehend rosa Urin oder Stuhl ist harmlos.
Natriumbicarbonat (Natron)
- 120–150 Minuten vor der Belastung, langsam über 30–60 Minuten, mit einer kohlenhydratreichen Mahlzeit und genug Wasser.
- Unbedingt im Training testen – sonst drohen Verdauungsprobleme.
Multivitamine
- Lieber ein „bunter Teller“ als ein Multivitamin. Echtes Essen liefert nicht nur Mikronährstoffe, sondern auch Eiweiß, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
- Hohe Dosen Antioxidantien können die Trainingsanpassung bremsen und manchmal sogar schaden.
Du willst deine Ernährung rund um Training und Rennen einstellen? Lass uns das in einer Beratung besprechen.